Grosses Interesse an Iran

msn. Ulrich Tilgner, Nahost-Korrespondent für verschiedene Zeitungen und Fernsehanstalten, hat an einer Veranstaltung des Schweizerischen Instituts für Auslandforschung in der Universität Zürich vor einer mit weit über 1200 Personen eindrücklichen Zahl von Zuhörern eine scharfsinnige Analyse zum Konflikt des Westens mit Iran vorgenommen.

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Pulverfass Mittlerer Osten – Iran als Schlüsselfaktor

Vollgepackter kann ein Thema mit Fragestellungen kaum noch sein. Zuerst einmal möchte ich mich bei den Veranstaltern bedanken, mit dem Begriff «Mittlerer Osten» den geografischen Raum abgesteckt zu haben, der – in meinen Augen – der einzig angemessene ist, um eine Art Gesamtschau möglich zu machen, auch wenn er sich in den Ländern Mitteleuropas noch nicht eingebürgert hat.

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Freiheit wie in der Schweiz: Gelingt den Völkern in der arabischen Welt der Umbruch?

Vielen Dank für die Einladung. Herr Kirschner – Ihnen Dank für die Worte, die ich sehr schätze, sind Sie doch ein Urgestein in diesem schönen Fleck des Planeten. Ich freue mich ausserordentlich – ja ich bin stolz – am 1. August hier sprechen zu dürfen. Denn schliesslich ist die Schweiz ein ganz besonderes Land – sie verbindet Demokratie und Neutralität: Werte, die ich für zentral halte. Die Bedeutung von Neutralität und Demokratie ist mir bei der Arbeit im Orient immer deutlicher geworden. In diesem Teil der Welt existieren Neutralität und Demokratie fast ausschliesslich als Lippenbekenntnisse in den Reden von Politikern, deren Untertanen beide hassen. Ja richtig: Die Mehrheit der Menschen im Morgenland hassen Lippenbekenntnisse und Politiker.

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Korrespondenten-Brief aus Teheran

Zu Internet und “Mundfunk”

Auf den Strassen in Teheran ist es wieder ruhiger geworden. Allerdings hat die Zahl der Fussgänger zugenommen, vor allem auf Plätzen, in Strassen oder Vierteln, in denen Gerüchten zufolge demonstriert werden soll. Reichte im Juni, in den Tagen vor oder nach den Präsidentschaftswahlen, eine Meldung im Internet, so machen sich die Gegner der Regierung heute nur noch auf den Weg, wenn sie miteinander gesprochen haben. Wichtig bleibt das Internet für die Opposition weiterhin, aber der Krieg auf den Datenbahnen hat im Iran zu neuen Kommunikationsstrukturen geführt.

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Mehr als Bild und Ton

Vorwort zu Joe Sacco ›Palästina

Im Traum war ich wieder unterwegs auf der Strasse zwischen Ramallah und Nablus – auf dem Rücksitz eines Sammel-Taxis eingezwängt zwischen Palästinensern. Dabei bin ich seit Jahren nicht mehr die kurvige Strecke durch die kahle Hügellandschaft vorbei an den alten Dörfern der Palästinenser und den Siedlungen militanter Israelis gefahren. Aber Joe Saccos Zeichnungen haben mich aufgewühlt, wie es kein Fernsehbericht und auch keine Rundfunk- oder Zeitungsreportage schaffen konnte.

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